Apr 26

Matthias hat das Vergnügen, bei strahlendem Wetter dem Barcamp Offenburg beizuwohnen.
Hier einige Impressionen vom ersten Tag.

Barcamp Offenburg Session   

Barcamp Offenburg YiGG 

Matthias auf dem Barcamp Offenburg

Barcamp Offenburg

Apr 23

Im Zeitalter des Web 2.0 läuft alles anders – auch Bewerbungen um einen Job.

Während man früher zum Assessment Center musste und in einem Kreuzverhör-ähnlichen Gespräch auf soziale Kompatibilität geprüft wurde, schaut der Personalmanager heute einfach mal ins StudiVZ, was der potentielle Mitarbeiter denn so treibt: Mitglied in der Gruppe „Wir trinken Bier nur an Tagen, die mit ‚g’ enden. Und mittwochs“ – Alkoholiker, untauglich! Aktueller Job „Zeittotschläger“ – mangelndes Engagement! Fotos von der letzten Party? Der geht doch nur feiern und kommt müde zur Arbeit! Immer wieder hört man die Geschichten von Jobsuchenden, denen ihr StudiVZ Profil zum Verhängnis wurde.

Warum den Spieß nicht mal umdrehen? „Pimp My StudiVZ“ heißt die Devise! Also: Auf der Suche nach einem Job als Luftfahrtingenieur? Im Fotoalbum Bilder vom letzten Besuch im Deutschen Museum zeigen. Traumberuf Bäcker? Warum nicht die Gruppe „Mehl ist mein Überlebenselixier“ gründen? Die Lieblingsbücher des angehenden Journalisten sind natürlich die FAZ, „Deutsch für Profis“ und „Kreatives Schreiben“, im TV guckt er am liebsten die Nachrichten. „Über sich selbst“ schreibt man dann nicht mehr „feiert gerne und viel, lässt nichts anbrennen“ sondern „frohes Gemüt, kontaktfreudig, keine Familienplanung“.

Und wenn wir schon dabei sind, sollte man es den Recruitern doch mal leicht machen, und bei „Auf der Suche nach“ gleich noch den Button „Job“ hinzufügen! Wir haben Euch durchschaut – was ihr könnt, kann die Generation Studi VZ schon lange!

Apr 22

Vor kurzem haben wir die Möglichkeit freigeschaltet, YiGG Nutzer in Kommentaren mit einem vor dem Nutzernamen gestellten ‘@’ direkt anzusprechen ( Beispiel: @kmr ).

Nach einem ersten hyper-kommunikativen Tag, an dem nahezu jeder jeden angesprochen hat, wird das Feature mittlerweile regelmässig eingesetzt. Nicht nur, wenn ein Nutzer mit einem anderen Nutzer Kommentare austauscht, sondern auch, um einen weiteren Nutzer in eine Diskussion miteinzubinden, der sinnvolles Wissen beisteuern kann.

Wichtig ist dabei: unmittelbar nach dem Nutzernamen darf kein Zeichen folgen, beispielsweise ein Komma oder ein Doppelpunkt. Ein folgendes Zeichen wird nicht richtig verstanden. Denkt daher daran, ein Freizeichen nach dem Nutzernamen zu lassen – damit Ihr den Angesprochenen auch erreicht!  

Wenn Euch zu diesem Feature Verbesserungsmöglichkeiten einfallen – nur her damit. Entweder in unser YiGG Forum oder ach gern direkt an mich @kmr .

Viel Spass – ab morgen scheint auch die Sonne wieder – selbst hier in Bayern ;-)  
Gruss, KMR 

Apr 15

Was passt nicht in die Reihe? „Merkels mutiges Dekolletee“, „Mehr Frau war Merkel noch nie“, „Merkel zeigt ein Herz für Steinbrück“ „Wie viel Dekolleté verträgt die Politik“, „ Merkels  modischer Coup d´Etat“.Richtig, die Debatte um den Bundeshaushalt 2009 und Peer Steinbrück aus der Financial Times Deutschland vom 14. April hat hier nichts verloren. Trotzdem prangt das gleiche Foto unserer tief dekolletierten Kanzlerin neben dem Artikel und die Überschrift „Merkel zeigt ein Herz für Steinbrück“ lässt den Leser zumindest kurz grinsen. Und dann den Artikel lesen – den er mit einer Headline wie „Diskussionen um Haushalt 2009“ vielleicht eher überblättert hätte. Die Headline macht´s eben. Was im Web2.0 erlaubt ist, ist dem Printjournalismus nicht verboten: „Pimp my article“ – mit einer guten Headline. Das Rezept: Ein aktueller Aufhänger (gerne einer, der die Nation spaltet), ein gekonntes Wortspiel und im Artikel ein passendes Bildchen dazu. Schon ist die perfekte Headline getextet und die Leserzahlen des Artikels gesichert. Das funktioniert bei jedem Thema, allerdings gilt: je trockener der Artikel und je anspruchsvoller die Leserschaft, desto tiefer muss der Journalist in die Wortwitzkiste greifen. An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch an Herrn Ehrlich von der FTD zur Headline der Woche. Nach den „Mutig oder peinlich“- und „Wie weiblich ist die Politik“ – Arien zur Dekolletee-Debatte ist dieser Titel mal wirklich witzig.

Apr 08

Kann man Freiheit kaufen? Nicht wirklich, aber man kann Zeitungen kaufen, die „Independent“, oder „Liberator“ heißen, oder Flaggschiffe der Pressefreiheit wie das Wall Street Journal. Marktfreiheit halt.

Es geht auch weniger pathetisch: Man kann sich als Rupert Murdoch beim deutschen Pay-TV-Sender Premiere einkaufen, der sich dann womöglich SAT1 einverleibt. Und die deutsche oder europäische Kartellbehörde achten darauf, dass kein Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung erlangt. Man kann den Kartellämtern manchmal auch klar machen, dass manche Medien auf dem Einkaufszettel in Wahrheit von der Frau Murdoch gekauft werden (USA). Schon klar, die Frau schreibt den Einkaufszettel.

Die Wirklichkeit hält sich leider nicht so ganz an die Annahmen des Kartellamts, denn die Herrschaft auf dem Meinungsmarkt funktioniert anders: man ist hier nicht einfach Market Maker nach Gewinn und Umsatz, sondern Meinungsmacher und man muss einen Markt nicht beherrschen, um öffentliche Meinung zumindest teilweise machen zu können.

Der Herr Berlusconi liefert uns ein schönes Beispiel, wie man Meinungsbildung machen kann, indem man die Ressource Information und Kanal aufkauft und dann selektiv einsetzt. Herr Berlusconi kann seine Journalisten in einem Polit-Talk daran erinnern, dass sie ihm nur die Fragen stellen sollen, für die er die Antworten vorbereitet hat. Wofür werden die denn schließlich bezahlt! Gab es da einen Skandal dazu? Ja, aber nur einen ganz kleinen, denn die Mehrheit der italienischen Medien (und der Journalisten im Staatsdienst) fühlte sich durch das Interview daran erinnert, wem sie gehören, bzw. auf wen sie hören. Das war dann eine Art Meinungskartell mitten in einem Land mit garantierter Meinungsfreiheit.

Kann man freie Meinung kaufen? Nein, nur konformes Verhalten. Man kann aber Möglichkeiten der Meinungsbildung kaufen. Und? Warum lassen wir dem Markt, den Murdoch und den Berlusconi samt ihrer Variation von Freiheit nicht einfach in Ruhe? Weil für das In-Ruhe-Lassen die Medien1.0 in Eigenbesitz zuständig sind und wir uns angesichts fortschreitender Einkaufstouren die Freiheit des Web2.0 nehmen, immer genau das Gegenteil zu tun!

Apr 04

Das Web 2.0 ist dem realen Leben näher, als man denkt. Die Masse der User geht nicht ins Web, um sich eine neue Identität zu schaffen, die möglichst weit von der eigenen weg liegt. In sozialen Netzwerken agieren die User als „sie selbst“ und machen das Web dadurch nicht nur persönlicher, sondern auch stärker zu einem Spiegelbild der Gesellschaft.

Und anscheinend verläuft auch der Geschlechterkampf online nach den gleichen Spielregeln wie offline: Laut einer aktuellen Untersuchung von Jan Schmidt sind Frauen im Web 2.0 genauso stark vertreten wie Männer. Das entspricht ihrem Verhältnis in der Bevölkerung, in der sie sogar leicht in der Überzahl sind. Trotzdem sind Frauen in der Web 2.0-Gesellschaft „unsichtbarer“ als Männer. Die Top-100 Blogs werden fast alle von Männern betrieben, ebenso die einschlägigen Fach-Blogs. Auch das ist nicht verwunderlich. Frauen sind auch in der realen Wirtschaftswelt noch immer „unsichtbarer“ als Männer, in Führungspositionen unter-, dafür in sozialen Berufen überrepräsentiert.

Männer bloggen themen- und zielorientiert. Ihre Themen: Medien, Technik, Wirtschaft. Ihr Ziel: Ihr Wissen (ver)teilen und Anerkennung bekommen. Frauen bloggen persönlich. Ihre Themen: ein bisschen hiervon, ein bisschen davon, alles was sie so erleben. Ihr Ziel: Ihre Gedanken für sich und andere festhalten. Wissensvermittlung steht dabei nicht im Fokus – Ausnahmen natürlich ausgenommen.

Da aber das Internet zum großen Teil als Informationsquelle genutzt wird, werden die Plauder-Blogs der Damenwelt nicht so stark frequentiert wie die „wissensvermittelnden Domains“ der Herren. Bisher scheint das der Frauenwelt (noch) nicht viel auszumachen. Wenn die Web- und die reale Welt jedoch wirklich eine vergleichbare Entwicklung durchlaufen, dürfte sich das jedoch in nicht allzu ferner Zukunft ändern. Erwarten wir also voller Vorfreude die Emanzipationswelle in der Blogosphäre und den Sturm der Frauen auf die Top-100 Blogs.

Apr 03

Hallo, YiGGer, unser Vermarkter ToFo hat eine Studie unter dem oben geannten Titel veröffentlich, die wir Euch nicht vorenthalten wollen. Zwar sind wir selbst als Social Network in der Studie nicht berücksichtigt worden, aber wir denken, dass viel der Ergebnisse auch auf uns angewandt werden können und für uns genauso gelten, wie für die untersuchten Communities.

Tomorrow Focus Schreibt dazu:

“In der Studie “CommunityEffects” untersucht der Online-Werbevermarkter Tomorrow Focus wie Werbung in Social Networks akzeptiert wird und wie man virales Marketing wirkungsvoll umsetzt. Neben Standardwerbemitteln wie Banner, Skyscraper und Flashlayer wurden dazu auch Community-spezifische Werbeformen wie z.B. Gruppen und Profile von Marken in Communites, Gewinnspiele und gesponserte Musik berücksichtigt.

Videos und Musik sind die beliebtesten Werbeumfelder, da sich Community-Nutzer im Internet vor allem für Unterhaltung interessieren. Weniger Akzeptanz erreichen hingegen aufdringliche Werbeformen wie z.B. Flash Layer, die sich über den Content legen. Auch gesponserte Gewinnspiele werden wegen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes kritisch bewertet.”

CommunityEffects Werbung

Es hat ja in der Vergangenheit verschiedene Diskussionen zum Thema bei uns gegeben. Insbesondere die Flashlayer, die wir sehr diskret einsetzen, sorgen regelmässig für Aufregung. Den vollständigen Berichtband gibt bei Tomorrow Focus:

http://www.tomorrow-focus.de

Hier noch ein Artikellink zur CommunityEffects Studie auf OnetoOne:
http://www.onetoone.de/index.php?we_objectID=14983

Lasst uns bitte wissen, wie YiGG Eurer Meinung nach in Sachen Werbung abschneidet. Sind wir zu aufdringlich? Zu wenig originell? Hättet Ihr gerne andere Werbeformen, etc. etc.

Wir sind gespannt zu hören, was Ihr von der Studie haltet und was YiGG für sich daraus lernen soll.

Euer YiGG-Team

Apr 02

Liebe YiGGer,

ab sofort gibt es ein neues Kommentar-Feature auf YiGG: Wenn Ihr Euch in Kommentaren an einen anderen YiGGer wendet und ihr diesen mit “@nutzername text” anschreibt, erhält dieser eine Private Nachricht, oder auch Private Message (PM). Somit werdet Ihr (unaufdringlich) informiert, wenn Ihr in Kommentaren angesprochen werdet.

Dieses Feature funktioniert in den Nachrichten-Kommentaren und in den Foren. In “Spekulieren” wird dies in der neuen Version eingesetzt.

Wichtig ist das Format: @nutzername text

Direkt hinter dem Nuternamen darf kein Zeichen stehen, wie beispielsweise ein Doppelpunkt (:).

Viel Spass damit!

Euer YiGG-Team

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